Nach einem Einbruch stehen Sie unter Schock — und sollen trotzdem innerhalb kurzer Zeit eine vollständige Liste aller gestohlenen und beschädigten Sachen liefern, mit Wert und Belegen. Diese Checkliste zeigt, was Sie in welcher Reihenfolge tun und wie eine Schadenliste aussieht, mit der Ihre Versicherung arbeiten kann.
Die ersten Minuten: Sicherheit und Polizei
- Nicht hineingehen, wenn der Täter noch da sein könnte. Ziehen Sie sich zurück und rufen Sie die Polizei: 117 in der Schweiz, 110 in Deutschland, 133 in Österreich (oder europaweit 112).
- Nichts anfassen oder aufräumen, bis die Polizei die Spuren aufgenommen hat.
- Alles fotografieren: aufgebrochene Türen und Fenster, durchwühlte Schränke, Schäden an Möbeln.
- Anzeige erstatten und sich die Bestätigung bzw. das Aktenzeichen geben lassen. Die Versicherung verlangt sie fast immer.
Die ersten Stunden: Schaden begrenzen
- Karten und Konten sperren, wenn Portemonnaie, Bankkarten oder Ausweise fehlen.
- Geräte sperren und orten: gestohlene Smartphones, Tablets und Laptops über das Konto des Herstellers als verloren markieren und Passwörter ändern.
- Schlösser austauschen, wenn Schlüssel fehlen, und die Wohnung provisorisch sichern. Die Kosten dafür sind in vielen Policen mitversichert — Quittungen aufbewahren.
- Versicherung informieren, so schnell wie möglich. Viele Policen verlangen eine unverzügliche Meldung.
Was ist eine Stehlgutliste und wann muss sie fertig sein?
Die Stehlgutliste (auch Schadenliste oder Diebstahlliste) ist die Aufstellung aller gestohlenen Gegenstände. Sie geht an die Polizei, damit gefundenes Diebesgut zugeordnet werden kann, und an die Versicherung als Grundlage für die Entschädigung. In Deutschland verlangen Hausratversicherer in der Regel, dass Sie die Liste der Polizei unverzüglich einreichen; wer zu spät ist, riskiert Kürzungen. Reichen Sie lieber eine erste Liste schnell ein und ergänzen Sie sie, sobald Ihnen weitere Dinge auffallen.
Was gehört auf die Schadenliste?
Für jedes gestohlene oder beschädigte Objekt so viel wie möglich davon:
- Bezeichnung, Marke und Modell
- Seriennummer oder IMEI (bei Elektronik besonders wichtig für die Polizei)
- Kaufdatum und Kaufpreis
- heutiger Neuwert, also was ein gleichwertiger Ersatz heute kostet
- Belege: Quittung, Rechnung, Garantieschein, Kontoauszug oder Bestellbestätigung
- Fotos, auf denen das Objekt zu sehen ist — auch Alltagsfotos, auf denen die Uhr am Handgelenk oder das Velo im Hintergrund erkennbar ist
- besondere Merkmale wie Gravuren, Kratzer oder Zubehör
Warum die Liste nach einem Einbruch so schwer fällt
Aus dem Gedächtnis eine vollständige Liste zu schreiben, gelingt fast niemandem. Typischerweise fallen einem Fernseher, Laptop und Schmuck sofort ein — die Kopfhörer in der Schublade, die Kamera im Schrank oder die Sammlung im Keller erst Wochen später. Ohne Belege und Fotos ist es zudem schwierig, Besitz und Wert nachzuweisen. Wer sein Inventar vor dem Schaden erstellt hat, muss die Liste nur noch exportieren.
Welche Diebstähle sind überhaupt versichert?
Die Hausratversicherung deckt in der Regel den Einbruchdiebstahl — also wenn jemand gewaltsam in die Wohnung eindringt, etwa durch eine aufgebrochene Tür oder ein eingeschlagenes Fenster. Ein einfacher Diebstahl ohne Einbruchspuren (zum Beispiel aus einer offenen Wohnung) oder ein Diebstahl auswärts ist oft nur mit einer Zusatzdeckung versichert. Auch für Bargeld, Schmuck und Wertsachen gelten häufig Höchstgrenzen. Ein Blick in die Police zeigt, was bei Ihnen gilt.
Wie Vavaro Ihnen die Liste abnimmt
In Vavaro sind Ihre Objekte bereits Raum für Raum erfasst, mit Fotos, Quittungen, Garantiedokumenten und einer KI-Schätzung von Neuwert und Zeitwert. Im Schadenfall erstellen Sie mit einem Tipp eine Schadenmappe: ein ZIP-Archiv mit einem PDF-Inventarbericht inklusive Fotos, einer CSV-Liste aller Objekte und sämtlichen Originalfotos und Belegen, geordnet nach Raum und Objekt. Das Archiv teilen Sie direkt aus der App per E-Mail oder Messenger mit Ihrer Versicherung.
Die Schadenliste schreiben, bevor Sie sie brauchen
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